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Umbau und Erweiterung der Abwasserbehandlungsanlage Wittmar

Auftraggeber:Wittmar

Samtgemeinde Elm-Asse

Markt 3

31170 Schöppenstedt

Technische Daten:

Ausbaugröße: 4.500 EW

Planung und Bauleitung:

  • des neuen Rechen-Betriebsgebäudes mit neuem Zulaufpumpwerk
  • der biologischen Straße (Umbau der bestehenden Nachklärung zum Bio-P-Denibecken, Neubau des Nitrifikationsbecken, Rücklaufschlammpumpwerkes und Nachklärung)
  • der Schlammbehandlung (Schlammvoreindickung)
  • der Photovoltaikanlage und Wärmerückgewinnung aus den Gebläsen
  • Abbruch der Altanlage (zwei Oxidationsgräben, Betriebsgebäude, Rechengebäude, Sandfang und Rücklaufpumpwerk)

Ingenieurleistungen:

HOAI LP 1-9 Ingenieurbauwerke, Maschinen-, Elektrotechnik und örtliche Bauüberwachung

 

Entwurfsplanung: 2014

Ausführungsplanung: 2014

Ausschreibung: 2015

Bauoberleitung und Bauabrechnung: 2015 und 2016

Teilinbetriebnahme / Inbetriebnahme: 2015 und 2016

Projektbeschreibung:

Die Kläranlage Wittmar wurde neu- bzw. umgebaut und erweitert, da der technische Zustand der Anlage mangelhaft war. Aufgrund der Planung des Anschlusses einer weiteren Ortschaft musste außerdem die Leistungsfähigkeit der Kläranlage von bisher 2.500 EW auf 4.500 EW erweitert werden.

 

Die neue Kläranlage besteht aus folgenden Anlagenteilen:

 

1. Baulicher Teil

 

Die alte vorhandene Kläranlage bestand aus einem Betriebsgebäude, einem Rechengebäude, einem Sandfang, zwei Oxidationsgräben und einer Nachklärung. Die gesamte Altanlage wurde bis auf die Nachklärung durch eine neue Kläranlage als Belebtschlammanlage mit vorgeschalteter Denitrifikation im laufenden Betrieb umgebaut bzw. ersetzt. Die neue Kläranlage besteht nun aus einem neuem Zulaufpumpwerk, einem neuen Rechen- Betriebsgebäude, der umgebauten alten Nachklärung zum Bio-P-Deni.-Becken, einem neuem Nitrifikationsbecken, einer neuen Nachklärung und einem neuem Rücklauf- und Überschussschlammpumpwerk.

Alle Rohrleitungen der Kläranlage wurden erneuert.

Die befestigten Oberflächen wurden so angelegt, dass eine gute Zugänglichkeit zu sämtlichen Wartungspunkten der Anlage gewährleistet werden kann.

 

2. Maschinentechnik

 

Sämtliche maschinentechnische Ausrüstung wurde neu hergestellt. Die mechanische Reinigung erfolgt durch eine Rechen-Sandfangkompaktanlage mit anschließender Rechengutwäsche und Sandwäsche. Sämtliche Pumpen, Rührwerke und weitere elektrische Antriebe entsprechen dem Stand der Technik.

Der Nachklärbeckenräumer ist mit einem Zahnstangenantrieb versehen, wodurch jegliche Maßnahmen zur Beseitigung von Eis oder Schnee in den Wintermonaten auf der Beckenkrone entfallen.

Der anfallenden Überschussschlamms der Kläranlage wir mit Hilfe eines Scheibeneidicker voreingedickt. Dabei werden Trockensubstanzgehalte von ca. 7% erreicht. Durch die Abscheidung des überschüssigen Schlammwassers können durch die Volumenreduzierung die Entsorgungskosten reduziert werden.

Der erforderliche Lufteintrag in das Nitrifikationsbecken erfolgt mittels zweier Drehkolbengebläse wobei immer nur ein Gebläse für den Lufteintrag vorgesehen ist. Die Abwärme der komprimierten Luft wird mit Hilfe eines Wärmetauschers einem Mehrschichtenspeicher zur Vorlauftemperaturerhöhung der Betriebsgebäudeheizung zugeführt So wird die zwangsläufig erzeugte Wärme der Gebläse zu Heizungszwecken optimal genutzt.

 

3. Mess- Steuer- und Regeltechnik und Niederspannungsanlage

 

Die Niederspannungstechnik für die Kläranlage ist vollständig neu aufgebaut. Die Schaltanlagen sind partiell typgeprüfte Schaltgerätekombination (PTSK) nach VDE 660 Teil 500 und enthalten die Betriebsmittel zum Schützen, Schalten, Umformen, Steuern, Regeln und Messen der maschinellen Einrichtungen der gesamten Kläranlage. Die Motorabgänge haben grundsätzlich einen Betriebsstundenzähler und ein Amperemeter. Der Schaltschrankaufbau ist antriebsbezogen. Die Betriebsstunden aller Antriebe werden im Prozessleitsystem erfasst und aufsummiert.

Des Weiteren ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Betriebsgebäudes installiert worden. Der erzeugte Strom wird in das Netz der Kläranlage eingespeist und direkt genutzt.

 

Sämtliche Antriebe sind mit Vor-Ort-Steuerstellen als gekapselte Gerätekombination, bestehend aus einem Schlüsselschalter mit den Stellungen "vor Ort" und "Fern" sowie einen Knebelschalter zum Ein- und Ausschalten der Antriebe ausgeführt.

Betriebs- und Störmeldungen werden mittels Leuchtmelder signalisiert. Für jeden Antrieb gibt es weiterhin einen Leuchtmelder "örtliche Bedienung" der anzeigt, dass der Antrieb für die Bedienung vom Schaltschrank und vom Prozessleitsystem blockiert ist.

Die Steuerung, Regelung und Überwachung der Anlage sowie die Erfassung von Messdaten und Betriebszuständen wird mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) realisiert. Das Prozessleitsystem übernimmt die Datenerfassung und Prozessvisualisierung, die menüunterstützte Parametrierung sowie die Handsteuerung über den PC.

Durch den Einsatz der speicherprogrammierbaren Steuerung werden im Wesentlichen folgende Ziele erreicht:

 

Optimierung der Prozessabläufe

Reduzierung des Personaleinsatzes

Erhöhung der Anlagensicherheit

Optimierung des Energieeinsatzes



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Ingenieurbüro Pabsch & Partner • Tel.: +49 (0) 51 21/ 20 94 0 • E-Mail:info@ipp-consult.de
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