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Hochwasserschutz Derenburg

Auftraggeber:

Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW)

Bearbeitungszeit:

2003 - 2011

Technische Daten:

Gesamteinzugsgebiet: 277,8 km²

Berechnungsabfluss HQ 100 : 49,7 m³/s

Gewässerungsabschnitt : 3,0 km

Ingenieurleistungen:

Vermessung, Hydraulik (1D), Schwachstellenanalyse, Vorentwurf, Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung

Projektbeschreibung:

Die Hochwassersituation an der Holtemme im Stadtbereich von Derenburg in Sachsen-Anhalt hat in den Jahren 1994, 1998 und 2002 gezeigt, dass der Hochwasserschutz nicht ausreichend dimensioniert ist. Beim Hochwasserereignis 2002 wurde ein maximaler Abfluss von 51,0 m³/s gemessen, was ca. einem HQ 100 = 49,70 m³/s entspricht. Die Überschwemmungsbereiche lagen oberhalb von Derenburg sowie im südlichen Stadtgebiet im Bereich des Freibads zwischen der Holtemme und dem Mühlengraben. Zunächst wurde im Rahmen einer Schwachstellenanalyse ein Maßnahmenkonzept erarbeitet und hydraulisch nachgewiesen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Derenburg und dem LHW (Flussbereich Halberstadt) wurde in Ortsversammlungen und Bürgergesprächen die Maßnahmenplanung abgestimmt. Durch die frühzeitige Einbindung aller Beteiligter, insbesondere der Anwohner, konnten bereits bis zum Einreichen der Planfeststellungsunterlagen die Einverständniserklärungen vorgelegt werden.Die Maßnahmenplanung sah 7 Maßnahmen unterschiedlicher Art vor, die den Schutz der Stadt Derenburg beim 100-jährlichen Hochwassers gewährleisten soll. Im einzelnen handelte es sich dabei um:

 

  • Straßenanhebung auf 280 m Länge
  • Ufer- und Böschungssanierung auf 600 m Länge
  • Errichtung eines Leitdammes auf 100 m Länge
  • Erstellung einer Deichlinie auf einer Länge von 450 m (Kombination Erdbau und Gabionen)
  • Erstellung einer Deichlinie in Kombination mit Winkelstützen und Betonwänden 100 m
  • Erstellung und Sanierung von Hochwasserschutzwänden auf einer Länge von 320 m
  • Erstellung von Hochwasserschutzwänden (Winkelstützen) auf 280 m Länge

 

Bis zum August 2007 konnten bereits die ersten 5 Maßnahmen realisiert werden. Anhand der Hochwasserereignisse im Januar 2007 (Kyrill) sowie im September 2007 wurden die ersten Teilmaßnahmen erfolgreich "getestet".



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